Sie benötigen den Adobe Flash Player, um diesen Inhalt
 

KENGO KUMA

kergo kuma KENGO KUMA, 1954 in Kanagawa geboren, setzte nach dem Master in Architektur 1979 an der Universität Tokio seine Studien an der Columbia University, New York fort.

1987 eröffnete er das Spatial Design Studio, 1990 das Architekturstudio Kengo Kuma & Associates in Tokio. Seine planerische Poetik folgt einer sehr genauen Politik: „Warum es mir so gefällt, die Materialien zu zerkleinern, bis sie winzige Stückchen sind? Warum reduziere ich Stein, Bambus und Reispapier in kleine Streifen? Warum öffne ich unzählige Löcher im Holz? Die Antwort ist, weil es mir gefällt, die Materialien anzufassen. Nur so gelingt es mir, sie als solche zu schätzen, sie vibrieren zu hören." So erklärt er seine architektonische Sprache und seine Passion für die Materie.

Noch bevor eines seiner Gebäude Form erhält, scheint er nämlich schon das Material gewählt und ein technisches Prinzip für seinen Gebrauch festgelegt zu haben. Wenn dieses Element gefunden ist, ergibt sich der Rest wie von selbst: die Form, die Konstruktionstechnik, das Licht, die Atmosphäre, das Gefühl des Geräuschs, das Gefühl der Permanenz. Verschiedene Werkstoffe zu kombinieren, gefällt ihm nicht. So sind seine Gebäude bis auf die Spitze getriebene Experimente zum Thema der Benutzung nur eines einzigen Stoffs. Er achtet sehr auf die Details, im Sinne der Transparenz und des Raums, des Vermögens, die Natur mit dem Künstlichen zu kombinieren. Für Kuma darf Architektur nie einengend sein, sondern muss einem Garten gleichen: „Ein Garten hat nämlich nie Mauern oder Fenster, sondern besteht nur aus horizontalen Ebenen. Der Definition nach darf er keine Grenzen haben. Der Ausgangspunkt bleibt immer das Verhältnis zwischen Architektur und Natur: Er arbeitet mit dem ständigen Wandel der Dinge und der Zeichen, die, wenn sie einmal verschlüsselt und konstruiert sind, unsere visuellen, taktilen, auditiven und auch olfaktiven Wahrnehmungen reizen, weil jedes Material seinen eigenen Geruch hat. Das Licht ist für Kengo Kuma ein physikalischer Stoff. Um dieses Resultat zu erhalten, verzichtet er in vielen Projekten sowohl auf die Substanz der Mauer als auch des Fensters und ersetzt sie durch etwas Hybrides, das in der Lage ist, wie erforderlich Schutz und Licht zu bieten.

Die Atmosphäre, die er atmet, ist sehr wichtig. Es gibt nie die Möglichkeit, die Dinge klar und unmissverständlich zu sehen. Unter tausend Nuancen wird die Illusion Wirklichkeit. Zu seinen emblematischsten Werken gehören: das Kyodo Grating (Tokyo, 1988), das Water/Glass House (Shizuoka, 1995), das Takayanagi Community Center (Takayanagi, 2000), das Nasu History Museum (Nasu, 2000), das Institute of Disaster Prevention (Fujishiro, 2001), die Great Bamboo Wall (Pechino, 2002), das Murai Masanari Art Museum (Tokyo, 2004), LVMH Osaka (2004), das Lotus House (Hayama, 2005), das Nagasaki Prefectural Art Museum (2005), das Y-Hutte House (Ostjapan, 2006), Ginzan Onsen Fujiya (Yamagata, 2006), Showroom und Büros Z58 (Shangai, 2006), Chokkura Plaza (Tochigi, 2006). Augenblicklich arbeitet er an der Asahi Broad Casting Corporation, am Suntory Museum, am Dellis Cay Spa Resort, an einem Projekt für einen Wohnkomplex in Suzhou, an Art Barn, an einem Projekt für ein modernes Teehaus in Frankfurt und am Sunlitun Project-N1 Boutique Hotel. Er hat zahlreiche Anerkennungen erhalten, darunter Good Design Architecture für das „Yusuhara Visitor's Center", das vom japanischen Ministerium für Handel und Industrie ausgewählt wurde (1994), AIA DuPONT Benedictus für „Water/ Glass" (1997). Er hat eine Honorable Mention von der Boston Society of Architecture für Unbuilt Architecture Design 2000 (1999) und Spirit of Nature Wood Architecture, Finnland (2002) erhalten.