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DIE "FATICHE DI ERCOLE"

Die sechs monumentalen Statuengruppen, die neben dem Genio della Vittoria von Michelangelo und dem Modell von Firenze vittoriosa su Pisa des Giambologna längs der längeren Wände des Salone dei Cinquecento stehen, gehören zu einem Zyklus mit den zwölf Fatiche d'Ercole (Arbeiten des Herkules), die der Herzog Cosimo I. de' Medici im Jahre 1560 dem Bildhauer Vincenzo de' Rossi (1525-1587) in Auftrag gab und die nie zur Vollendung gebracht worden sind.

Dieser Statuenzyklus, der dem Helden gewidmet ist, den zuerst der Stadtstaat Florenz und dann die Dynastie der Medici zum Symbol der Freiheit und der Ausdauer im Siegen gewählt hatte, sollte nach dem ursprünglichen Vorhaben einen Brunnen verzieren, der vielleicht für den Boboli-Garten bestimmt war.

Ercole Ercole

Beim Tode des Bildhauers, dreizehn Jahre auf den Tod seines Auftraggebers folgend, waren erst sieben der zwölf Fatiche fertig gestellt.

Die sechs Gruppen, die bis heute im Salone dei Cinquecento stehen, wurden im Jahre 1592 auf Willen des Großherzogs Ferdinando I de' Medici, Sohn von Cosimo I. zu den Tauffeiern seines erstgeborenen Sohns aufgestellt.

Die Statuen, die längs der Wand des Haupteingangs stehen, stellen von Süden in Richtung auf die Sala dell'Udienza schauend Ercole e Caco, Ercole e il Centauro Nesso und Ercole e Anteo dar, die auf der gegenüberliegenden Saalseite, in der gleichen Reihenfolge, Ercole e Diomede, Ercole e il Cinghiale di Erimanto und Ercole e Ippolita.

Die siebte Gruppe, die Herkules mit der Atlaskugel darstellt, befindet sich seit dem dritten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts im Eingang der Villa di Poggio Imperiale.

Ercole Ercole

Zwischen 1865 und 1871, als Florenz die Hauptstadt des Königsreichs Italien und der Salone dei Cinquecento von Palazzo Vecchio die Parlamentsaula war, wurden die sechs Statuengruppen von Vincenzo de’ Rossi in das Nationalmuseum Bargello verlegt.

Hier blieben sie bis 1884, als die Stadt Florenz, in der Zwischenzeit wieder in den Besitz von Palazzo Vecchio gelangt, sie vom Staat in Verwahrung zurückverlangte, um dem Saal wieder sein antikes monumentales Aussehen zu verleihen.

Heute finden die Statuen dank Casalgrande Padana ihren antiken Glanz zurück.

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